Die A Company

Es ist unzweifelhaft das Anliegen eines jeden Reenactors die von ihm als darzustellen ausgewählte Epoche möglichst genau nachzuempfinden.
Für dieses Tun gibt es nun unterschiedliche Ansätze, die unzweifelhaft auch so ihre Daseinberechtigung haben.
Nun unterliegt jedes von denkenden Menschen vorangetriebene Unterfangen stets einer Entwicklung.
Und genauso verhält sich das auch mit unserer Gruppe. Als wir nun vor bereits 4 Jahren begannen die Einheit ins Leben zu rufen, war unser Ansatz neben einer guten Gefechtsdarstellung und Teilen eines originalen Lagerlebens, vor allem auch einen Weg zu finden es jeder Strömung recht zu machen. Dies funktioniert nicht. Wir haben begonnen Unmengen von Material mit Anhängern und in Kombis auf den Platz zu zerren. Wir waren Stunden mit Aufbau und Abbau des Lagers beschäftigt und haben zugegebener Maßen mehr Zeit auf die Zubereitung des Abendessens verwendet als auf die Ausbildung der Truppe.
Man verstehe mich bitte nicht miss – es war eine gute Zeit. Aber nach und nach wurde uns bewusst, dass das nicht alles sein kann. Man bemerkt, dass der letzte aber wahrscheinlich entscheidende Kick fehlt. Man ließt in Büchern von Nächten unter freiem Himmel von Behelfsunterkünften in den Gräben vor Vicksburg, Atlanta oder Petersburg, von Dackelgaragen und vom kargen Leben aus dem Tornister und von Einheitsrationen und es läuft einem bei dieser Lektüre ein wohliger Schauer über den Rücken. Aber man kann es nicht verleugnen, es geht einem so nach und nach auf, dass das das wahre Soldatenleben im Bürgerkrieg war.


Und so kommt der Wunsch zu dieser Erkenntnis, dass, so man sich auch selber in diesem Hobby ernst nehmen will, man etwas ändern muss.

Wie dies nun im Einzelnen aussieht, ist an anderer Stelle auf dieser Seite im Detail beschrieben.

Im Fordergrund stehen für uns aber natürlich die Kameradschaft und der Spaß am gemeinsamen Hobby.

Wir sehen in unserer Companie durchaus mehr als nur eine Reenactorgruppe. Die A-Companie ist für uns ein zweites Zuhause unter Freunden und Kameraden. Der Zusammenhalt und der Geist in unserer Companie ist sicherlich beispielhaft und ist sicherlich auch oder vor allem der Grund warum zum Beispiel die Umsetzung einer militärischen Hierarchie in unserer Companie nie ein Problem dargestellt hat.


Frauen im Felde

Es wäre pure Heuchlerei, würde man behaupten, es sei an der Tagesordnung gewesen, dass Frauen auf den Feldzügen der Unionsarmee in größerer Anzahl zugegen gewesen sein.
Ganz sicher waren derartige Erscheinungen die Ausnahmen zu dieser Zeit. Aber und das ist das Entscheidende, es gab sie und zwar häufiger als in anderen Kriegen dieser Epoche.
Sie dienten als Krankenschwestern, in der U.S.S.C., und einige als Männer verkleidet sogar an der Waffe. Der Bürgerkrieg sah den ersten weiblichen Armeeoffizier, Surgeon Mary Edwards Walker, im Felde ihren Dienst tun.
Viele der Frauen gingen als Angel of the Battlefield in die Geschichte ein.
Nun fragt man sich wie das in einer Zeit, in der von Gleichberechtigung im heutigen Sinn noch keine Rede sein konnte, möglich war. Nun glaube ich, dass ein allgemeines, freiheitliches Umfeld wie es die USA zu dieser Zeit waren, sicherlich auch eine solche Entwicklung befördert hat. Zum anderen gibt es eine wesentlich nüchternere Erklärung:
Es fehlte schlicht an Männern die diese Arbeiten hätten machen können und daher mussten die Frauen ran.


Nun ist es genau dieser oben beschriebene Sachverhalt, auf dem sich die Darstellung unserer Damen bezieht.
Natürlich und dies müssen wir hier unmissverständlich klar machen, dass wir was historische Genauigkeit betrifft an unsere Damen den gleichen hohen Standard anlegen wie an unsere männlichen Kameraden. Allerdings darf es hier vielleicht ein bequemeres Zelt sein und es sei so mancher kleiner Luxus verziehen.


United States Sanitary Commision
Medical Department


Dienstfreie Zeit
Baseball
(zeitgenössische Schreibweise base ball)

Nun kann das Leben des Soldaten nicht nur aus Dienst bestehen und daher hat sich in unserer Companie das Baseballspiel als adäquater Zeitvertreib eingebürgert.

Ein Kamerad hat sich um den authentischen Ablauf unserer Spiele besonders verdient gemacht. So hat er die zeitgenössischen Regeln ins Deutsche übersetzt und wird und wird nicht müde uns diese einzutrichtern.

Baseballregeln



( Baseballspiel Knetzgau 2009 )